Dienstag 21 August 2018

Jan-Peter Frahm – renommierter Botaniker und Praktiker mit pfiffigen Ideen

Mit Moosen begruenenMoos im Garten? Die Idee weckt oft nur einen Wunsch: Wie werde ich das Zeug wieder los? Da werden Vernichtungs-Rezepte getauscht -  Essig, Seifenlauge, Salzwasser; besonders Entschlossene lassen sich die Tür zum Giftschrank öffnen. Dabei ließen sich dem samtigen Schattengrün viele gute Seiten abgewinnen. Einer, der wusste, was mit Moos wirklich los ist, war Dr. Jan-Peter Frahm, Professor für Bryologie (Wissenschaftlicher Name der Mooskunde) an der Uni Bonn. Im April 2011  konfrontierte der auch „Moos-Papst“ genannte Frahm in Dortmund die Gesellschaft der Staudenfreunde  mit vielfältigen, überraschenden, weitgehend unbekannten Möglichkeiten der kleinen Sporenpflanzen. Sein Vortrag hieß: „Moose im Garten - oder wie man Pflanzen mit dem Küchenmixer vermehren kann.“

Tipps für Grünschnäbel und alte Hasen

Neue und klassische Literatur rund um Natur und Garten

FroschkoenigDie Idee für die neue Rubrik gab es schon länger und einige Beiträge zur Gartenliteratur waren auf den Gartenansichten bereits zu finden, aber nun packen wir es an: Die Schmökerstunde lädt ein zur Pause von allzu hektischer Gartenarbeit. Es gilt, sich Zeit zu nehmen, nachzudenken, vom Garten zu lesen, zu träumen und – vielleicht  – neue Pläne zu schmieden.

Dabei sollen zum einen grundlegende Werke vorgestellt werden. Sie sind hilfreich, wenn geplant wird, Probleme auftauchen und praktische Fragen beantwortet werden müssen, immer dann, wenn man etwas nachschlagen möchte. Aber Bücher zu ungewöhnlichen Themen, Unterhaltsames, Erdichtetes und Künstlerisches rund ums Gärtnern sowie frische Ideen der Gestaltung gehören ebenfalls in die Bibliothek. Märchenhaftes, z. B. ein Froschkönig, ist erlaubt. An Fantasie wird nicht gespart, versprochen!

Monika Zybon-Biermann (Zeichnung und Text)

Jan Wagners Lyrik nimmt die Natur in den Fokus

Wagner LyrikGartenmenschen mögen maßvollen Genuss von Lyrik. Etwa so wie der Aperitif vor einem Essen gehört für Kulturbewusste mit grünem Daumen als Auftakt eines Vortrags über Gartenkunst ein kleines Stück Dichtkunst dazu. Am liebsten Gereimtes oder Ungereimtes über Natur im Allgemeinen oder Besonderen. Eigentlich müsste Jan Wagner, derzeit erfolgreichster deutscher Lyriker, bei solchen Anlässen regelmäßig zitiert werden.  Schildert doch der erfolgreiche Autor, der 2015 den Literaturpreis der Leipziger Buchmesse und 2017 den Georg-Büchner-Preis gewann, Natur in all ihren Facetten.

Fachjournalistin investiert Jahre an Arbeit und 6000 Kilometer Reise für ein Buch

Buch: Pflanzensammler und ihre LeidenschaftHelga Panten, Fachjournalistin für gärtnerische Themen und Staudenfreundin, entdeckte bereits bei den Bundesgartenschauen 1977 und 81, dass es in der grünen Branche neben cleveren Geschäftsleuten "Verrückte" gibt - Jäger und Sammler besonderer Schätze. Sie sind es, die neue Formen altbekannter Arten für Gärten verfügbar machen. Bäume, die anders wachsen, Blüten in nie gesehenen Farben. Um diese Pioniere kennenzulernen, investierte sie Jahre an Arbeit und reiste - unterstützt von ihrem Mann Peter Ruhnke - 6000 Kilometer durch die Republik. Dabei kam 2009 das Buch "Pflanzensammler und ihre Leidenschaften" heraus, in dem sie 34 engagierten Frauen und Männern ein Denkmal setzt. Das Buch und die Geschichte drumherum ist  erster Schritt zur Entstehung einer inzwischen bundesweit tätigen Organisation gewesen, dem "Netzwerk Pflanzensammlungen."                        .

Nicht nur zum Nachschlagen: Stauden-Enzyklopädie von Phillips/Rix

Rix Phillips StaudenNatur- und Gartenfreunde haben auch Lieblings-Sachbücher. Lexika und andere Nachschlagewerke gehören selten dazu. Sie sind notwendig, um unsere Fragen zu beantworten und  in Zweifelsfällen weiter zu helfen. Kaum eins verlockt dazu, ihm eine ganze Schmökerstunde zu widmen: „Trocken“ servierte Fakten animieren nicht gerade zum Träumen. Viel Information auf knapp bemessenem Raum aufzunehmen, strengt an. Lesevergnügen sieht meist anders aus.

Dortmunderin veröffentlicht 2. Band über botanisches Phänomen

TitelseiteWer Hexenbesen im Garten hat, will damit nicht Quidditch spielen. Der mittelalterliche Name beschreibt ein botanisches Phänomen, die „Knospenmutation“. Das sind auffallend anders aussehende Zweig-“Büsche“ auf Bäumen oder Sträuchern. Daraus gewinnen Baumschulgärtner das Rohmaterial für Gehölze in Zwerg-, Kugel- oder Säulenform, ideal für kleine Gärten, Straßen und Plätze. Die Dortmunder Autorin Monika Zybon-Biermann präsentiert in ihrem Buch „Neue Bäume für die Stadt“ Laubbäume und Ginkgos in ungewöhnlicher Gestalt.                .

Sarastros Gartenbuch...

Buchcover...hier vorgestellt.                   .

 

 

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