Dienstag 11 Dezember 2018

Sarastro-Rundbrief 12/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Wolkenverhangen und novemberfeucht präsentiert sich derzeit der Himmel über unserer Gärtnerei, doch die Niederschläge sind kaum nennenswert. Trotzdem sollten wir froh um jeden Tropfen Wasser von oben sein. Wenn das kommende Jahr sich nur annähernd wie dieses bereits fast abgelaufene Jahr verhält, dann bekommen wir ernsthaft ein riesiges Problem, dessen Folgen noch gar nicht abzusehen sind. Die Seen im Salzkammergut, sowie Rhein und Donau geben uns ein erschreckendes Bild des Niedrigwassers. Andernorts dagegen sintflutartige Regenfälle, man braucht nur nach Oberitalien oder Südösterreich zu blicken. Oder monatelange Tagesgüsse wie beispielsweise bei meiner Tochter jenseits des großen Teiches entlang der Ostküste Amerikas.

Sarastro-Rundbrief 11/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Die Leute seien dort alle viel zu dick, essen lauter ungesunde Sachen, sie seien überschwänglich nett, aber dafür sehr oberflächlich, außerdem extrem für Kitsch empfänglich, und im Übrigen lohnt es sich nicht, in die USA zu reisen, schon wegen der momentanen Politik. Und pflanzenmäßig seien wir hier in Europa ja sowieso viel besser unterwegs, schließlich schufen wir hier die Basics und sind das Nonplusultra. Kommen dir diese Klischees bekannt vor? Man kann sie auf jedes x-beliebige Land anwenden, in abgewandelter Weise natürlich.

Sarastro-Rundbrief 10/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Nun ist er also in unserem Schaugarten und auch bei mir im Hausgarten angelangt! Niemand anderes als der allseits so gefürchtete Buchsbaumzünsler. Wahrscheinlich hat auch die Umgebung stark dazu beigetragen, denn der örtliche Friedhof befindet sich in unmittelbarer Nähe zu unserem Garten. Dass dieser Schädling noch nicht viel früher sein Unwesen bei uns trieb, grenzt sowieso an ein Wunder. Noch voriges Jahr hatten wir Ruhe vor ihm und konnten uns an den gesunden, dunkelgrünen Büschen erfreuen. Schon jahrelang bekomme ich Klagelieder von deinen Freunden zu hören, dass stolze Exemplare des Buchsbaumes, sowie ganze Hecken kahlgefressen wurden. Der allgemeine Tenor geht dahin, alles an Buchs auszureißen und die Waffen zu strecken!

Sarastro-Rundbrief 09/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
“Das war ein super Sommer...”, so fing einmal ein Schlager in den 70ern an. Mich über das extrem niederschlagsarme Wetter auszulassen, spar ich mir dieses Mal, obgleich es mich nicht unberührt lässt. Allein die Regner bewässerten die Topfkulturen stundenlang, jeden Tag, Monat für Monat. Wo das viele Wasser herstammt? Aus einem 70 m tiefen Brunnen. Sorgen über zu wenig Wasser brauchen wir uns zumindest keine machen. Unsere Schauanlagen sehen im Gegensatz zu früheren Jahren himmeltraurig aus, denn diese ausgiebig zu wässern geht mir gegen den Strich. Außerdem kommt man immer wieder ins Staunen, wenn man erlebt, wie schnell sich die Natur wieder erholt. Wir sind über den Sommer hinweg durch ein paar wenige Gewittergüsse vor größeren Trockenschäden verschont geblieben, da sieht es in anderen Gegenden Europas viel trauriger aus, beispielsweise in England, Schweden, im Frankfurter Raum oder in Teilen Nord- und Ostdeutschlands. Aber während ich dir diese Zeilen schreibe, geht gerade ein kräftiger, erlösender Gewitterregen nieder!

Sarastro-Rundbrief 08/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Dieses Mal schreibe ich dir ganz schnell und in aller Kürze, denn ich bin mit Geist und Körper schon beinahe in den Vereinigten Staaten. Wenn du diese Zeilen liest, werde ich meine Zeit schon bei meiner Tochter und bei den Staudengärtnern jenseits des Atlantiks im Bundesstaat North Carolina verbringen. Der Grund dieser Reise wurde durch viele Zufälle geprägt, jedenfalls freue ich mich schon sehr darauf und ich werde dir im nächsten Rundbrief ausführlicher davon berichten.

Sarastro-Rundbrief 07/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Die Sonnenwende ist dieses Jahr bereits vorbei, die Tage werden wieder kürzer. Von den verheerenden Winterschäden unter den Verkaufspflanzen unserer Gärtnerei ist derzeit kaum mehr etwas zu bemerken. Leider mussten wir zu ihrer Beseitigung gehörig viel Zeit investieren, all die „Leichen“ wegzuschaffen, um diese zu kompostieren. Aber ich will nicht jammern, wir blicken zuversichtlich in die Zukunft, denn unsere Vermehrung läuft auf vollen Touren, dank all unseren helfenden Händen!

Sarastro-Rundbrief 06/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Über das Wetter möchte ich mich am heutigen Tag gar Erinnerst du dich noch daran, als ich dir schon vor Jahren in einem der Rundbriefe von meinen Besuchen bei Beth Chatto in Colchester/England berichtete?

Sarastro-Rundbrief Verkaufsoffenes Wochenende

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Wir befinden uns inmitten des Frühsommers, so scheint es mir jedenfalls bei diesen Temperaturen. Wie von Null auf Hundert! Kein Wunder, dass dies besonders ältere Herrschaften stresst.

Sarastro Rundbrief 04/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Über das Wetter möchte ich mich am heutigen Tag gar nicht mehr allzu sehr auslassen, denn dies deprimiert uns alle nur unnötig. “Der Frühling kommt bestimmt“ oder „Ich will jetzt endlich Frühling“, tönte es gerade die Tage von allen Seiten, gerade so, als könnten wir den Einzug des Frühlings bestimmen. Die Realität hat sich leider gewandelt: milder Vorfrühling um Weihnachten, im Januar und den halben Februar, erst dann kommt der Winter viel zu spät und mit Macht. Um danach wahrscheinlich gleich nahtlos in den Sommer überzugehen, wir hatten am Berliner Staudenmarkt schon vor Jahren des Öfteren Temperaturen, die an Sommerklamotten denken lassen. Aber auch schon das Gegenteil, ich denke mit Schaudern an dortige, eiskalte Samstage mit Graupelniederschläge, wo ein scharfer Wind unsere stabilen Marktstände um ein Haar wegblies.

Sarastro Rundbrief 03/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Da haben wir den Salat! Nach einem extrem milden Januar finden wir uns nun unter einer extremen Kälteglocke wieder, die erst in den kommenden Märztagen abreißt und dann hoffentlich milderem Wetter Platz verschafft. Von einer schützenden Schneeschicht können wir nur träumen, im Gegensatz zu den Alpentälern liegt hier im Innviertel kaum noch Schnee. So schlimm wie 2012 wird es schon nicht werden, denn die tiefste Temperatur soll angeblich nicht unter - 8 Grad fallen. Als ich das schrieb, ahnte ich nicht, dass die Tiefsttemperatur bei - 13 Grad liegen wird, aber nur für eine Nacht! Wir sind anscheinend durch die vergangenen Winter verweichlicht, denn als ich im Innviertel vor mehr als 30 Jahren begann, waren -20 Grad vollkommen normal. Und jetzt jammern wir wegen -10 Grad? Doch Klimaveränderung, oder wie? („We have no climate change…!“) Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

Sarastro Rundbrief 02/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Momentan sitze ich in meinem alten Büro und überlege, über welche Stauden ich dir diesmal wohl schreiben könnte. Hier in diesem Raum erfüllte ich mir vor zwei Jahren einen Wunschtraum, schmiss all die vielen Ordner und Kataloge hinaus, übersiedelte sie in die Gärtnerei in unser neues Büro und richtete mir hier eine private Gartenbibliothek ein. Dabei wurde natürlich gehörig entrümpelt und weggeschmissen, wobei du diese Aktion vielleicht als fahrlässiges und achtloses Entrümpeln bezeichnet hättest, andere deiner Freunde hingegen dies immer noch als zu viel bezeichnen würden – man weiß ja nie, man könnte ja noch brauchen…

Sarastro Rundbrief 01/2018

Liebe Pamina, hallo Papageno!
 
Normalerweise bin ich relativ gleichgültig, was meine Wünsche für das Neue Jahr anbelangt. Es kommt, wie es eben kommt und mit etwas Zuversicht und Optimismus werden wir das Kind schon schaukeln. Besondere persönliche Wünsche hege ich kaum, bitte aber meine Gesundheit und die meiner Familie beizubehalten! Denn letztes Jahr hatte ich mir ja ziemlich übel mein Kreuz verrissen, als ich ganz alleine die ganzen Alpinenkästen mit Frühbeetscheiben gegen zuviel an Nässe abdeckte. Es war kein Mensch greifbar, also machte ich es alleine. Das kommt eben davon, wenn man meint, es ginge noch so wie dazumal in der Lehrzeit! Mit einigen Physiotherapien und kräftigenden Übungen ging es viel zu langsam wieder bergauf. Trotzdem kann ich mich glücklich schätzen, denn vor gröberen Dingen blieb ich bis jetzt verschont.