Dienstag 11 Dezember 2018

Sarastro Rundbrief Weihnachten 2016

Erst hoch hinaus

Sarastro Rundbrief 12/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Das letzte Mal konntest du dich überzeugen, dass Katharina anscheinend in sehr guten Händen ist. Bleibt mir nur zu hoffen, dass irgendwann in den kommenden Jahren hoffentlich wieder zu uns zurückfindet und nicht woanders „hängen“ bleibt. Aber in erster Linie freut es mich sehr, dass sie diese Pflanzenbegeisterung überhaupt für sich entdeckt hat. Auch wenn sie ein abgeschlossenes Studium ganz anderer Art besitzt, eine Fremdsprache zusätzlich schadet sowieso niemals und Wirtschaftsgeografie ist in der heutigen Zeit auch bei Gärtnern ganz und gar nicht uninteressant.

Sarastro Rundbrief 11/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Heute melde ich mich einmal, Sarastros Tochter aus dem fernen North Carolina. Wie dir Sarastro wahrscheinlich in einem älteren Rundbrief schon einmal erzählt hat, arbeite ich zurzeit bei „Plant Delights“. Vielleicht hast du von Plant Delights oder auch dem Namen Tony Avent schon mal gehört – hier werde ich oft mit folgenden Worten vorgestellt: „That‘s Kata – her dad is the owner of Plant Delights of Europe“. Mehr oder weniger haben sie auch Recht, und ich habe schon des Öfteren den Spieß umgedreht: „I am Kata, I work for Tony Avent – the Sarastro of America“. Auf den ersten Blick erscheint es, als ob die zwei Gärtnereien Geschwister wären – je länger ich jedoch hier im südlichen Bundesstaat arbeite, desto mehr erkenne ich die gravierenden Unterschiede.

Sarastro Rundbrief 10/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Neuzüchtungen und Altbewährtes – beides bereichert und erfreut uns, aber natürlich auch Neuentdeckungen, welche verschollen waren, die gleichfalls als Neuheiten gelten. Wie ich dir schon oft berichtete, erweist sich manches Hochgepriesene mit den Jahren als Flopp, anderes offenbart sich als Mauerblümchen und entpuppt erst nach einiger Zeit seine inneren Qualitäten, zeigt erst später in deinem Garten, zu was es imstande ist. Auch in der Staudenwelt unterscheiden sich die Marathonläufer von den Sprintern, beides hat bekanntlich seinen Reiz und eine unterschiedliche Optik.

Sarastro Rundbrief 9/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Der Sommer, er war nicht nur gefühlt viel zu kurz, weil eher zu nass, so gänzlich anders als der letztjährige, viel zu trockene. Einen solchen wünsche ich mir kein zweites Mal!

Sarastro Rundbrief 8/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Eigentlich haben wir hier dieses Jahr die besten Bedingungen, was das Wetter anbelangt, idealer kann es gar nicht mehr sein! Tagsüber Stauden teilen, dann topfen, ins jeweilige Beet stellen, angießen, fertig. Den Rest besorgt das feuchte Wetter. Manches Mal kam der Regen dann zwar recht deftig, sogleich aber schon eher als anhaltender Nieselregen. Zu Deutsch: hier herrscht zurzeit also Wachswetter pur. Man muss nur aufpassen, dass manche jener mediterranen Gebirgsstauden nicht zu viel an Feuchtigkeit abbekommen, damit sie nicht mit Fäulnis verschnupft reagieren. Besonders sorgevoll betrachte ich jeden Tag die getopften Hopfenoregano oder jene pelzigen Gamander aus der Türkei.

Sarastro Rundbrief 7/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Viel hat sich in der Zwischenzeit in der Gärtnerei und den Schaugärten getan, mit Sicherheit auch bei dir! Durch den massiven Regen war ich nicht immer in tollster Gartenstimmung, die Rosen blühten zum Teil sehr verwaschen, die Balkonblumen bräuchten viel mehr Sonne, alles wächst fürchterlich lang, man streift im Vorbeigehen daran, wird nass, die Triebe knicken um und alles hängt schlapp über. Aber zumindest kamen wir mit einem blauen Auge davon, was Hochwasser und Starkregen anbelangt, ganz im Gegensatz zu dem Chaos in nur 30 km Luftlinie Entfernung. Und auch stärkeren Hagel kennt zumindest unsere Region des Mittleren Innviertels so gut wie gar nicht, das bestätigen hier selbst älteste Mitbürger. Dafür wuchs uns das Unkraut im Phloxmuseum regelrecht davon und wir hatten in letzter Zeit sehr zu tun, es rechtzeitig auszureißen, ehe es sich versamt.

Sarastro Rundbrief 6/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Es regnet und ich sitze wieder mal an meinem Schreibtisch. Und denke darüber nach, worüber ich dir wohl dieses Mal schreiben könnte. Denn das ist gar nicht so einfach, jeden Monat etwas Vernünftiges und Sinnerfüllendes zu Papier zu bringen. Man durchforstet seine Bilder und entdeckt dabei so vieles, was von Interesse sein könnte. Aber dem Anspruch gerecht zu werden, dass möglichst für niemand etwas Unfassbares, sondern für jedermann einiges Gebräuchliches dabei sein sollte, stellt mich immer wieder vor neue Herausforderungen.

Sarastro Rundbrief 5/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Der Frühling hat uns fest im Griff, wenngleich mit derzeitigem nasskaltem Aprilwetter. Und zuletzt ein Kälteeinbruch mit gefährlichem Frost! Was dies alles für uns bedeutete, brauche ich dir ja nicht näher zu erläutern. Jedenfalls Arbeit von vorne bis hinten. Neben dem Paketversand und den Kunden in der Gärtnerei schenken wir neben den ersten Vermehrungsarbeiten auch ganz besonders dem Unkraut unsere Aufmerksamkeit.

Sarastro Rundbrief 4/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Zurzeit ist es bei uns noch sehr kalt, mir scheint fast, dass der Winter in abgeschwächter Form wieder Einzug gehalten hat. Aber dies hat auch etwas Positives, denn so explodiert unsere Flora nicht von „Null auf Hundert“, wie wir hier zu sagen pflegen.

Sarastro Rundbrief 3/2016

Liebe Pamina, hallo Papageno!

Bei der Durchsicht meiner Bilder stellte ich fest, dass ich dir noch nie etwas über die Alpenveilchen (Cyclamen) schrieb. Schande über mich! Dabei gehören diese liebenswerten Stauden neben den Erdorchideen zu meinen „Leitpflanzen“, die mich seit meiner Kindheit begleiteten und mich eigentlich nie losließen. In meiner allerersten Staudenbestellung befand sich ein Vorfrühlingsalpenveilchen, welches ich im elterlichen Garten unter eine Birke pflanzte. Damals hatten wir einen sehr milden Winter und das Alpenveilchen blühte schon Anfang Februar. Und damals Mitte der Siebzigerjahre waren winterharte Cyclamen im Garten etwas Seltenes, das nicht jeder hatte und auch nicht überall zu bekommen war.