Dienstag 21 Mai 2019
Mittwoch, 28 September 2016 20:55

Bilder einer Ausstellung in neuen Farben

Christian Kreß sprach über „Russische Staudenphloxe“

Christian Kreß„Bilder einer Ausstellung“ betitelte Christian Kreß, als Musikliebhaber bekannter Gärtner, seinen Vortrag bei den Dortmunder Staudenfreunden. Es ging nicht um Baba Jaga oder das große Tor von Kiew, wie in Mussorgskis berühmter gleichnamiger Programmmusik, sondern um Staudenphloxe in Russland. Dort wird die Flammenblume nicht als altmodische, zickige, krankheitsanfällige Bauerngartenbewohnerin eingestuft. Im Gegenteil: sie ist russische Nationalblume. Überall ist sie zu sehen, in Hausgärten aller Größen, in der Stadt und auf dem Land, in historischen Parks und modernen Grünanlagen. Alljährlich finden Schauen statt, auf denen neben historischen Sorten Neuheiten vorgestellt und prämiert werden. Fotos einer solchen Ausstellung – entstanden im Botanischen Garten von St. Petersburg – präsentierte Kreß den Staudenfreunden und Gästen bei seinem vierten Besuch in der Westfalenmetropole.

Viel Prominenz der grünen Branche war schon bei den Staudenfreunden in Dortmund zu Gast. Einer, der ein eigenes Kapitel in der Geschichte der deutschen Gartenkultur des 20. Jahrhunderts geschrieben hat, ist Dr. Hans Simon. Er starb Ende Oktober 2016 im Alter von 90 Jahren. Fünf Jahre zuvor besuchte er die Westfalenmetropole. Die Vortragssaison 2011/2012 begann daher mit einem Paukenschlag: Der damals 85jährige Dr. Simon hatte zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer in das schulbiologische Zentrum des Botanischen Gartens gelockt. Der Seniorchef des eigenen Unternehmens, der Sortiments- und Versuchsgärtnerei in Marktheidenfeld strafte alle Vorurteile gegenüber Hochbetagten Lügen und überwältigte mit seiner Fülle an Wissen und ungebrochener Energie.