Montag 9 Dezember 2019
Dienstag, 16 Mai 2017 20:54

Fieberklee

Botanischer Name:
Menyanthes trifoliata
(Menyanthaceae) Fieberkleegewächse

Blütezeit:
April – Mai

Standort:
Wasserpflanze im Teich- oder Uferbereich

Bodenansprüche:
ständig feuchter Boden

Pflege:
Bei richtigem Standort wächst die Pflanze stark, evtl. Rückschnitt. Düngung nicht erforderlich.

Name / Wissenswertes:
trifoliata = dreiblättrig, wegen der Blattform
Fieberklee, weil die Blätter in der mittelalterlichen Heilkunde als Fieber senkendes Mittel eingesetzt wurden, wohl wegen der darin enthaltenen Bitterstoffe: Damals galten viele bittere Pflanzen als Fiebermedizin.  
Wenn überhaupt, gilt Fieberklee heute als verdauungsfördernd. Fällt uns dazu ein passenderer Name ein?

Die hohlen Stängel der Pflanze dienen zum Lufttransport im Wasser oder sumpfigen Boden, im Wasser sorgen sie außerdem für Auftrieb.  Die schwimmfähigen Samen können durch die Wasserströmung verbreitet werden.

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Montag, 29 Mai 2017 09:48

Sibirische Schwertlilie

Botanischer Name:
Iris sibirica
Schwertliliengewächse (Iridaceae)

Blütezeit:
Mai – Juni

Bodenansprüche / Standort im Garten:
Feuchter nährstoffarmer Boden, verträgt aber auch Trockenheit, keine Stickstoff haltigen Dünger.

Wissenswertes / Gefährdung:
Natürliches Vorkommen: Mittel- Osteuropa bis nach Sibirien (Name!) Ein weiterer Name dieser Pflanze ist Wiesenschwertlilie. Die Blätter sind nicht schwertförmig, sondern schmal und grasähnlich (Unterscheidung zu anderen Iris-Arten). Die Pflanze ist giftig: Bei Weidetieren blutige Durchfälle.

Durch Trockenlegung feuchter Wiesen ist der natürliche Lebensraum der Pflanze stark eingeschränkt, ebenso durch Düngung und agrarmäßige Nutzung solcher Flächen. Die Pflanze ist deshalb geschützt. Blume des Jahres 2010

Eine ausführliche Beschreibung kann man beim Naturgartenverein finden.

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Montag, 19 Juni 2017 22:31

Trollblume

Botanischer Name:
Trollius europaeus
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Blütezeit:
Mai – Juni

Standort / Vorkommen:
feuchte Wiesen, Teichränder, Bachufer.

Gefährdung:
Durch Trockenlegung von Feuchtwiesen für landwirtschaftliche Nutzung im Nord- deutschen Raum fast verschwunden. Rückzug an feuchte Stellen in Bergregionen.

Name / Wissenswertes: Name abgeleitet aus dem althochdeutschen trol = rund, wegen der Blütenform, also offensichtlich nicht von den Trollen, den Berggeistern.

Obwohl schwach giftig, wurden die Blätter früher wegen ihres (allerdings minimalen) Vitamin C-Gehaltes  verwendet gegen Skorbut, wie auch das Scharbockskraut, ebenfalls ein Hahnenfußgewächs.

Tiere meiden die Pflanze wegen ihrer giftigen Blätter.  In getrocknetem Zustand ungiftig, bisweilen noch eingesetzt bei Verdauungsstörungen (Verstopfung).  Ob der Darm hier versucht, das unbequeme Zeug schnell loszuwerden?

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