Dienstag 23 Juli 2019

Prof. Bouillon plädiert für friedliche Koexistenz

Prof. BouillonHand aufs Herz: Haben Sie Giersch im Garten? Wirklich nicht? Dann sind Sie ein Glückspilz. Dass die meisten mit Aegopodium podagraria ihre Probleme haben, bewiesen die vielen Besucher, die sich zum Vortrag von Prof. Dr. Jürgen M. Bouillon (Bild rechts) im Botanischen Garten Rombergpark einfanden. "Freuen statt verzweifeln" ist die Devise, mit der sich der Dozent der Fachhochschule Osnabrück der Herausforderung stellt, selbst bei starkem Gierschbestand noch anspruchsvolle Staudengärten zu gestalten, - und das, ohne zur chemischen Keule greifen zu müssen.

Der Name der Pflanze kann morgen ein anderer sein

BrombeerenDer Name der Pflanze: er hat lateinische, griechische oder neuerdings manchmal englische Wurzeln. Geht es um die botanische Nomenklatur, so Biogeograph Dr. Götz H. Loos, wird man sich zunächst an Bekanntes erinnern (falls das Schulwissen nicht in Vergessenheit geraten sein sollte). Doch es gibt keinen Zweifel. Viel Altvertrautes muss über Bord geworfen werden. Der Wissenschaftler der Ruhr-Uni ( Bild) macht deutlich: Wenn es um die Zuordnung von Pflanzen geht, sind heute Überraschungen an der Tagesordnung.

Was man früher für selbstverständlich hielt, nämlich dass alle Blütenpflanzen sich geschlechtlich vermehren, stimmt gar nicht immer. Die Gattung Rubus, zu der Brombeeren (Bild) und Himbeeren gehören, bilden Früchte aus Körperzellen.

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