Dienstag 11 Dezember 2018

Weiße Weihnacht ein Ausnahmefall

ZierquittenDie Fotos entstanden am Vormittag des 28. Dezember 2015. Ich frage mich: War dieser Winter ein erster Blick in die Zukunft? Eisessen statt Schlittschuhlaufen? Es gab mal wieder Bilder, Berichte und Kommentare die Menge: Der Klimawandel hat uns im Griff. Dass im Ruhrgebiet die weiße Weihnacht ein sehr seltener Gast ist, vergessen wir allzu gern.

Rote Blüten, gelbe Früchte: heiße Farben am 28. Dezember in einem Vorgarten in Dortmund-Bodelschwingh.

In manchen Vorstadtstraßen wird Grün Mangelware – Initiativen halten dagegen

Grau in GrauIn Städten wachsen Steinwüsten, Kulissen wie in Endzeit-Filmen. Stein, so weit das Auge reicht,  Stahlgitter, Plastikzäune. Neben den Häusern getunte Autos. Keine Schrottkarren wie bei Mad Max, sondern neu, stylish aufgemotzt und frisch poliert. Das einzig Glänzende im staubigen Grau. Immer mehr Gärten werden mit Kies zugeschüttet. Nichts wächst. Das Leben ist auf dem Rückzug.Wird hier einer aufräumen?

Schadinsekten und Krankheitserreger auf dem Vormarsch

Beginnendes EschentriebsterbenSchüttere Kronen, tote Äste, schadhafte Rinde an den Stämmen: selbst Laien bleiben die Veränderungen nicht verborgen. Überall kränkeln Stadt- und Straßenbäume. Dortmund macht keine Ausnahme. Vor allem über das rapide Fortschreiten des Eschensterbens wurde in letzter Zeit häufig berichtet. Nicht nur die Gewöhnliche und die Schmalblättrige Esche leiden. Viele heimische Laubholzarten scheinen dem Klimawandel und den besonderen Herausforderungen einer zubetonierten und wenig rücksichtsvollen Umwelt im urbanen Raum kaum noch gewachsen.

"Querbeet"-Experte Klaus Körber verrät Geheimnis dauernder Blütenpracht

Klaus KörberWelcher Gartenbesitzer hatte nicht schon mal Probleme mit Clematis? Wenn man etwas über die pilzanfälligen Klettergehölze wissen will, kommt man an diesem Experten nicht vorbei: Klaus Körber, (Bild rechts unten) Leiter des Sachgebiets Obstbau und Baumschule der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim, ist vielen aus der Gartensendung "Querbeet" des Bayerischen Fernsehens bekannt.

Moderne Sorten sind weniger zickig - aber beliebt bei

Wühlmaus und Lilienhähnchen wie eh und je

Dr. Jörg Michael GiffeiNeben der Rose gehört sie zu den seit Jahrtausenden kultivierten ausdauernden Zierpflanzen, aber sie genießt auch den Ruf, nicht gar so einfach zu sein: die Rede ist von der Lilie - oder besser - den Lilien (es gibt mehrere natürliche Arten). Dr. Jörg Giffei, (im Bild links) Lilienzüchter aus Datteln, stellte der Dortmunder Gesellschaft der Staudenfreunde diese "Wilden" vor.

Bewusste Wahl und richtige Pflege für langlebige Gehölze

Was wäre ein Staudengarten ohne Gehölze? Unvollständig wie ein Haus ohne Wände - denn es fehlt das bleibende Gerüst. Wie schafft man es, den grünen Rahmen, die lebendige Architektur dauerhaft gut in Form zu halten? Ruth Müller, GdS-Mitglied, Rosenfreundin und Baumschulgärtnerin, erläutert in ihrem Vortrag "Gehölzschnitt - aber richtig" die Grundregeln für den Umgang mit Baum und Strauch. Dabei stellte sie das Motto des preußischen Gartenkünstlers Peter Josef Lenné "Nichts gedeiht ohne Pflege und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert" vorne an.

Im RosendschungelDie Hundertblättrige, die Weltrose und eine falsche Kriegsheldin

Der Sommer startet im Garten immer mit einem Paukenschlag: Neben den Rosen blühen im Juni andere Sträucher und Bäume. Ausdauernde Stauden, dazu ein- und zweijähriges Kraut beginnen, ihre Farbfeuer anzuzünden.  Dass der Himmel im Sommer 2016 das Gießen so  großzügig übernahm, bekommt leider auch unwillkommenen Gartengästen wie Brennessel, Giersch und Zaunwinde. So wie in diesem beinahe zum Dschungel mutierten Stückchen Grün in Dortmund-Bodelschwingh.

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