Dienstag 23 Juli 2019
Mittwoch, 21 Dezember 2016 13:14

Stauden

AstilbenWas sind Stauden überhaupt? Auf jeden Fall mehr als ein botanischer Fachbegriff. Eine wichtige Grundlage nachhaltiger Gartengestaltung, heißt es oft. Nachhaltig - das ist ein Modewort, aber was bedeutet es?

 

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Beispiel Ludwigshafen: Phantasie und Knowhow ermöglichen Metamorphose

Harald SauerTraumgärten, die man kostenlos jederzeit in der eigenen Stadt besuchen kann? So etwas gibt es in Ludwigshafen. Vor allem einem Mann, dem Chefgärtner der 165.000-Einwohner-Gemeinde am Rhein, ist das dortige Blühwunder zu verdanken: Harald Sauer, verantwortlich für das Grün in Ebertpark und Hauptfriedhof. Er berichtete jetzt auf Einladung der Dortmunder Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) im Bildungsforum Schule, Natur und Umwelt des Botanischen Gartens Rombergpark zum Thema „Die erstaunliche Verwandlung öffentlicher Parks in Ludwigshafen durch unkonventionelle Stauden-, Gehölz- und Wechselflorpflanzungen.“

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Montag, 30 Oktober 2017 13:29

Neue Gärten: wild und immer schön

Ex-Chemiker und Gartengestalter klärt in Dortmund Stilfragen

Dr Joachim HegmannStellen Sie sich vor, Sie sind ein „geborener Chemiker“. Schon Ihre Eltern erarbeiteten im Großraum Ludwigshafen, Deutschlands Chemie-Hochburg, den Lebensunterhalt in diesem Industriezweig. Können Sie sich vorstellen, nach Jahrzehnten Ihr Berufsleben umzukrempeln und Gärten zu gestalten? Dr. Joachim Hegmann (Bild links) hat es gewagt und verbucht als spät berufener Quereinsteiger bemerkenswerte Erfolge. Naturnahe Entwürfe sind sein Markenzeichen. Der Dortmunder Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) schilderte er jetzt in einem Vortrag seine Sicht auf „New German Style“ und „Dutch Wave“.

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Mittwoch, 18 Februar 2015 22:45

Jürgen Mart

KnöterichWeniger ist mehr: Einfaches Rezept
für einen pflegeleichten Garten

Jürgen MartAls er andere Staudenfreunde in seinen neu umgestalteten Garten einlädt, ist es mehr als 30 Jahre her, dass Jürgen Mart (im Bild rechts) mit seiner Familie in den Neubau in Nordkirchen einzog. 1982 - das Datum wurde gut lesbar eingeprägt auf einem der Ziegel-Pflastersteine im Eingangsbereich des Vorgartens.

Während in der Zeit, in der die Familie Mart hier Regie führt, ein dicht bepflanzter Garten zu sehen ist, gab es damals nur neubau-typischen Rohboden. "Ich habe im ersten Jahr Kartoffeln in den Vorgarten gepflanzt," erinnert sich der gelernte Gärtner für Zierpflanzenbau. Wen das wundert, der sollte wissen: Erdäpfel sind ein gutes Mittel, um humusarmen und möglicherweise mit Krankheitserregern belasteten Boden fit für den Garten zu machen.

Danach ist kein Kartoffelacker mehr zu erblicken; stattdessen wird der große Vorgarten durch eine Reihe von teils immergrünen Bäumen und Sträuchern, einigen Kletterrosen und Stauden bestimmt. Zwischenzeitlich wuchsen hier noch mehr Gehölze, auch Taxus. Die Gattung ist heute noch durch zur "grünen Mauer" zurechtgeschnittene Exemplare und eine schmal wachsende Pflanze vertreten.

HerbstprachtDas früher hinter dem Haus wachsende Gemüse ist inzwischen den Stauden gewichen. Allerdings gibt es noch einen Apfelbaum, drei Meter Himbeerhecke, einen Brombeer- und einen Johannisbeerstrauch, die zum Naschen einladen. Große Vielfalt bestimmte über lange Zeit die Pflanzungen. "Das machte viel Arbeit," bekennt der Stauden- und Rosenfreund, der zum Zeitpunkt der Gartenöffnung kurz vor Vollendung des 80. Lebensjahres stand. 

Obwohl er in diesem Alter noch aktiv und belastbar wirkt, fand Sohn Matthias, ebenfalls professioneller Gärtner, dass der Vater für das Grün rund ums Haus weniger Pflegeaufwand einplanen sollte. Die letzte Umgestaltung ist die dritte seit dem Einzug und inzwischen eingewachsen. Das Rezept ist schlicht: wenige, kontrastreiche Arten, Blütenpflanzen und Gäser, werden jeweils in großer Zahl kombiniert (siehe Bild links). Auf diese Weise entstehen ausdrucksstarke Bilder, die auch aus der Ferne beeindrucken. Anlagen der bekannten Gartengestalterin Petra Pelz lieferten die Inspiration.

WeinbergschneckeRund um das Einfamilienhaus gibt es mehr oder weniger schattige oder auch vollsonnige Plätze, die die Pflanzenauswahl bestimmen. Auf Rasen hat Jürgen Mart verzichtet. Stattdessen lässt sich das Grundstück auf gepflasterten oder mit Rindenmulch bestreuten Wegen erwandern. Die dichte Fülle gefällt nicht nur den Menschen, sondern auch Tieren. Am Tag der offenen Gartenpforte ließ sich ein hierzulande seltener Gast blicken: eine große Weinbergschnecke kreuzte den Weg im feuchten Schatten und ließ sich von den Staudenfreundinnen ablichten.

 

 

 

Text und Fotos: M. Zybon-Biermann

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