Montag 9 Dezember 2019

Prof. Wolfram Kircher stellte Arbeit der Hochschule Anhalt vor

Prof KircherEs gibt Gartenbesitzer, die träumen von einem Staudenbeet, das (fast) immer blüht, selbst im tiefsten Winter ansehnlich bleibt und dazu so wenig Arbeit wie möglich macht, so etwa wie die botanische Version der Wollmilchsau. Das zu realisieren, ist nicht so einfach. Aber seit etlichen Jahren gibt es Institutionen, in denen sich Fachleute Gedanken darüber machen, wie aus den Träumen handfeste Rezepte werden können.

Eine solche Einrichtung ist die Hochschule Anhalt, die 1997 in Bernburg mit der Anlage der Strenzfelder Gärten begonnen hat. Sie sollen bei der Entwicklung „erlebnisreicher Artenkombinationen“ helfen. Einfache und zeitsparende Pflege spielt in dem Zusammenhang eine große Rolle – sowohl für öffentliche wie auch private Gärten. Der Botaniker Prof. Dr. Wolfram Kircher (im Bild rechts) unternahm jetzt einen Ausflug nach Dortmund, um der Regionalgruppe der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) seine Arbeit vorzustellen. Der aus Franken stammende Wissenschaftler ist im Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung tätig.

Tipps vom TV-Gartenexperten für Dortmunder Staudenfreunde

Klaus KoerberKlaus Körber (Bild rechts) kennt und mag Bäume wie kaum ein anderer. Als Leiter der Abteilung Obstbau und Baumschule an der Bayerischen Landesanstalt Veitshöchheim bildet er angehende Baumschulmeister aus. Seine Schwerpunkte sind Clematis und Rosen, dazu die Frage, welche Gehölze angesichts des Klimawandels noch in der Stadt überleben können. Der Zwei-Meter-Mann, ein Kerl wie ein Baum, bekannt als Gartenexperte in TV-Sendungen wie "Querbeet", macht sich zunehmend Gedanken über die Zukunft von Bienen. Seine neuesten Erkenntnisse teilte er jetzt mit den Dortmunder Staudenfreunden bei einem Vortrag im Botanischen Garten Rombergpark.

Weihnachtsnarzissen auch 2018 zur Blüte gebracht

 Narcissus cantabricus 2019


Narcissus cantabricus


Pünktlich zum Weihnachtsfest gelang es Michael Stork erneut, seine kantabrischen Narzissen (Narcissus cantabricus) zum Blühen zu animieren (Siehe Foto links).Wie man es anstellt, die nach der nordspanischen Provinz benannte Wildblume dazu zu bringen, auf der Fensterbank des Wohnzimmers ihre an einen altmodischen Reifrock erinnernden Blüten zu öffnen, hat er auf den Gartenansichten bereits verraten.

Seinen Bericht unter dem Titel „Weihnachtsnarzissen“ finden Sie im Menüpunkt „Pflanzenportraits“. Darin können Sie noch eine ganze Menge mehr über die mediterrane Schönheit erfahren, zum Beispiel, dass sie mehr als einen Namen hat und auch auf dem afrikanischen Kontinent Wurzeln schlägt. Dabei ist besonders erstaunlich, dass sie ausgerechnet in Kantabrien gar nicht vorkommt...

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Tiefbauamt informierte BV über „StadtGrün Naturnah“

 Blumenwiese


Auch diese blühende Landschaft

entstand im städtischen Raum – aus Ansaat.


Blumenwiese statt Rasen: Das ist Dortmunds neues Ziel, wenn es um städtische  Grünflächen geht. „StadtGrün naturnah“ heißt das bundesweite Projekt der Deutschen Umwelthilfe, an dem die Westfalenmetropole als eine von insgesamt 15 Kommunen teilnimmt. Martin Rüthers und Jürgen Hundorf, Mitarbeiter der Abteilung Stadtgrün beim Tiefbauamt, erläuterten jetzt der Bezirksvertretung (BV) in Dortmund-Mengede, was dahinter steckt.

Goldener Oktober lockte Publikum in Botanischen Garten

 Kastanie


Hier die Edelkastanie im Rombergpark,

deren Früchte am Sonntag jedoch

meist noch fest am Baum hingen.


Allem Spaß am Digitalen zum Trotz: Dass die echte Welt nichts an Anziehungskraft eingebüßt hat, zeigte sich am letzten Sonntag im Rombergpark. Das Kastanienfest lockte erneut Tausende nach Brünninghausen. Lag es daran, dass die Kastanie Baum des Jahres 2018 ist? Die Nummernschilder der Autos verrieten: Besuch gab es aus dem ganzen Ruhrgebiet. Der goldene Oktobertag mag eine Rolle gespielt haben, kein Zweifel. Und das, obwohl es im Botanischen Garten gar nicht so viele echte Kastanienbäume gibt. Einer ist am Rande des Parks neben dem Eingang zum Zoo zu entdecken.

Alpenveilchen – Schönheiten im Topf und Schattengarten

Alpenveilchen 329pxAlpenveilchen gehören seit Urgroßmutters Zeiten im Winter zum Inventar der Fensterbänke. Die Eleganz ihrer seidigen, leuchtend gefärbten Blütenblätter liegt auch an der ungewöhnlichen Form: Sie sind zurückgeschlagen. Am leicht nach unten gekrümmten Stiel hängend, erscheinen sie hoch aufgerichtet; das Innere mit Narbe und Staubgefäßen weist nach unten. Eine Zeitlang waren sie aus der Mode gekommen, aber jetzt werden sie wieder entdeckt – und es gibt neue Sorten mit überraschenden Details: gerüschte oder gefranste Ränder oder gefüllte Blüten verleihen dem Topfklassiker ungewohntes Aussehen.

Ex-Chemiker und Gartengestalter klärt in Dortmund Stilfragen

Dr Joachim HegmannStellen Sie sich vor, Sie sind ein „geborener Chemiker“. Schon Ihre Eltern erarbeiteten im Großraum Ludwigshafen, Deutschlands Chemie-Hochburg, den Lebensunterhalt in diesem Industriezweig. Können Sie sich vorstellen, nach Jahrzehnten Ihr Berufsleben umzukrempeln und Gärten zu gestalten? Dr. Joachim Hegmann (Bild links) hat es gewagt und verbucht als spät berufener Quereinsteiger bemerkenswerte Erfolge. Naturnahe Entwürfe sind sein Markenzeichen. Der Dortmunder Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) schilderte er jetzt in einem Vortrag seine Sicht auf „New German Style“ und „Dutch Wave“.

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