Sonntag 21 Oktober 2018

Tiefbauamt informierte BV über „StadtGrün Naturnah“

 Blumenwiese


Auch diese blühende Landschaft

entstand im städtischen Raum – aus Ansaat.


Blumenwiese statt Rasen: Das ist Dortmunds neues Ziel, wenn es um städtische  Grünflächen geht. „StadtGrün naturnah“ heißt das bundesweite Projekt der Deutschen Umwelthilfe, an dem die Westfalenmetropole als eine von insgesamt 15 Kommunen teilnimmt. Martin Rüthers und Jürgen Hundorf, Mitarbeiter der Abteilung Stadtgrün beim Tiefbauamt, erläuterten jetzt der Bezirksvertretung (BV) in Dortmund-Mengede, was dahinter steckt.

Goldener Oktober lockte Publikum in Botanischen Garten

 Kastanie


Hier die Edelkastanie im Rombergpark,

deren Früchte am Sonntag jedoch

meist noch fest am Baum hingen.


Allem Spaß am Digitalen zum Trotz: Dass die echte Welt nichts an Anziehungskraft eingebüßt hat, zeigte sich am letzten Sonntag im Rombergpark. Das Kastanienfest lockte erneut Tausende nach Brünninghausen. Lag es daran, dass die Kastanie Baum des Jahres 2018 ist? Die Nummernschilder der Autos verrieten: Besuch gab es aus dem ganzen Ruhrgebiet. Der goldene Oktobertag mag eine Rolle gespielt haben, kein Zweifel. Und das, obwohl es im Botanischen Garten gar nicht so viele echte Kastanienbäume gibt. Einer ist am Rande des Parks neben dem Eingang zum Zoo zu entdecken.

Alpenveilchen – Schönheiten im Topf und Schattengarten

Alpenveilchen 329pxAlpenveilchen gehören seit Urgroßmutters Zeiten im Winter zum Inventar der Fensterbänke. Die Eleganz ihrer seidigen, leuchtend gefärbten Blütenblätter liegt auch an der ungewöhnlichen Form: Sie sind zurückgeschlagen. Am leicht nach unten gekrümmten Stiel hängend, erscheinen sie hoch aufgerichtet; das Innere mit Narbe und Staubgefäßen weist nach unten. Eine Zeitlang waren sie aus der Mode gekommen, aber jetzt werden sie wieder entdeckt – und es gibt neue Sorten mit überraschenden Details: gerüschte oder gefranste Ränder oder gefüllte Blüten verleihen dem Topfklassiker ungewohntes Aussehen.

Ex-Chemiker und Gartengestalter klärt in Dortmund Stilfragen

Dr Joachim HegmannStellen Sie sich vor, Sie sind ein „geborener Chemiker“. Schon Ihre Eltern erarbeiteten im Großraum Ludwigshafen, Deutschlands Chemie-Hochburg, den Lebensunterhalt in diesem Industriezweig. Können Sie sich vorstellen, nach Jahrzehnten Ihr Berufsleben umzukrempeln und Gärten zu gestalten? Dr. Joachim Hegmann (Bild links) hat es gewagt und verbucht als spät berufener Quereinsteiger bemerkenswerte Erfolge. Naturnahe Entwürfe sind sein Markenzeichen. Der Dortmunder Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) schilderte er jetzt in einem Vortrag seine Sicht auf „New German Style“ und „Dutch Wave“.

Natur-Führung über die Halde Ellinghausen fand großes Echo

AuftaktAnders als selbst viele Dortmunder glauben, ist nicht der Süden der Westfalenmetropole der grünste Bereich der Stadt, sondern der Norden: Hier befinden sich u. a. ihre beiden größten Naturschutzgebiete, der „Kurler Busch“ und „Im Siesack“. Letzteres liegt im Stadtbezirk Mengede und weist eine Besonderheit auf: Hier gibt es eine Herde von „Heckrindern“. Das sind nach ihren Züchtern, den Brüdern Heck benannte Rückzüchtungen des ausgestorbenen Auerochsens aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Ganz so riesig wie das früher hier heimische Wildrind sind sie nicht, aber sie ähneln großen Kampfstieren und leben wie diese das ganze Jahr über draußen.

Bedrohlicher Artenrückgang und was jeder dagegen tun kann

TagpfauenaugeArtenrückgang bei Insekten? Für den einen mag das eine Schreckensnachricht sein, für den anderen klingt das keineswegs so bedrohlich: Sind es nicht vor allem Insekten, die an unseren Nutz- und Zierpflanzen knabbern, sie schädigen, sogar Ernten beeinträchtigen können?  Dass es um die Gesundheit der für uns nützlichen Honigbienen nicht gut bestellt ist, hat sich aber herumgesprochen. Sie bestäuben bisher noch 80 % unserer Nutzpflanzen. Außer Getreide und Nüssen, deren Pollen vom Wind verbreitet werden, sind alle Obst- und Gemüsearten auf die Unterstützung fliegender Sechsbeiner angewiesen. Ernten würden sonst ganz oder zumindest viel spärlicher ausfallen.

An der Ruhr sollen Gärten über der Stadt die Regel werden

LerchenspornDer City droht der Hitze-Kollaps, die Luft ist zum Schneiden dick und die Kanalisation schafft es nach Unwettern kaum noch, die Wassermassen aufzunehmen. Die Politik ist sich einig: es muss etwas geschehen, damit die Stadt lebenswert bleibt. Wichtiges Rezept: Mehr Grün muss her, das die Luft verbessert, Temperatur reguliert und Regenwasser aufnimmt. Zusätzlicher Platz bietet sich auf den Flachdächern von Bürohäusern und Großwohnanlagen, auf Garagen und Supermärkten. In der dicht besiedelten Metropolregion an der Ruhr will man sich jetzt gemeinsam den Folgen der Verstädterung und dem Klimawandel entgegen stellen.

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