Montag 25 September 2017

Natur-Führung über die Halde Ellinghausen fand großes Echo

AuftaktAnders als selbst viele Dortmunder glauben, ist nicht der Süden der Westfalenmetropole der grünste Bereich der Stadt, sondern der Norden: Hier befinden sich u. a. ihre beiden größten Naturschutzgebiete, der „Kurler Busch“ und „Im Siesack“. Letzteres liegt im Stadtbezirk Mengede und weist eine Besonderheit auf: Hier gibt es eine Herde von „Heckrindern“. Das sind nach ihren Züchtern, den Brüdern Heck benannte Rückzüchtungen des ausgestorbenen Auerochsens aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Ganz so riesig wie das früher hier heimische Wildrind sind sie nicht, aber sie ähneln großen Kampfstieren und leben wie diese das ganze Jahr über draußen.

Bedrohlicher Artenrückgang und was jeder dagegen tun kann

TagpfauenaugeArtenrückgang bei Insekten? Für den einen mag das eine Schreckensnachricht sein, für den anderen klingt das keineswegs so bedrohlich: Sind es nicht vor allem Insekten, die an unseren Nutz- und Zierpflanzen knabbern, sie schädigen, sogar Ernten beeinträchtigen können?  Dass es um die Gesundheit der für uns nützlichen Honigbienen nicht gut bestellt ist, hat sich aber herumgesprochen. Sie bestäuben bisher noch 80 % unserer Nutzpflanzen. Außer Getreide und Nüssen, deren Pollen vom Wind verbreitet werden, sind alle Obst- und Gemüsearten auf die Unterstützung fliegender Sechsbeiner angewiesen. Ernten würden sonst ganz oder zumindest viel spärlicher ausfallen.

An der Ruhr sollen Gärten über der Stadt die Regel werden

LerchenspornDer City droht der Hitze-Kollaps, die Luft ist zum Schneiden dick und die Kanalisation schafft es nach Unwettern kaum noch, die Wassermassen aufzunehmen. Die Politik ist sich einig: es muss etwas geschehen, damit die Stadt lebenswert bleibt. Wichtiges Rezept: Mehr Grün muss her, das die Luft verbessert, Temperatur reguliert und Regenwasser aufnimmt. Zusätzlicher Platz bietet sich auf den Flachdächern von Bürohäusern und Großwohnanlagen, auf Garagen und Supermärkten. In der dicht besiedelten Metropolregion an der Ruhr will man sich jetzt gemeinsam den Folgen der Verstädterung und dem Klimawandel entgegen stellen.

Der Giersch-Invasion kann man auch nette Seiten abgewinnen

StaudengierschDas Frühjahr geht seinem Ende zu, die Blütensaison in Natur und Garten strebt ihrem zweiten Höhepunkt entgegen: Die Zeit der Rosen beginnt. Gleichzeitig erscheint neben so mancher Königin überraschend ein Begleiter, der aussieht, als habe ihn eine Floristin extra dort platziert. Zierlich und weiß sind die Blütendolden über gefiederten, tiefgrünen Blättern, ein dekorativer Kontrast zur rundlichen, üppigen Rosa. Doch der Anblick ruft kaum Begeisterung hervor, eher einen Schreckensschrei. Warum? Die Begleitung ist nicht nur ungeplant, sondern komplett unerwünscht. Die unschuldig weißen Dolden gehören zu einem gefürchteten Eindringling namens Giersch.

Gärten unter widrigen Umständen zu erhalten, erfordert Humor und Zähigkeit

GünselIst es immer wahr, dass der Garten die Persönlichkeit des Besitzers widerspiegelt? Es ist auch möglich, dass natürliche Verhältnisse das Gestalten diktieren. Wenn das Gelände zumeist im Schatten eines Düsterwaldes liegt, dessen gewaltige Wipfel der Sonne nach Süden und Westen den Weg abschneiden, was dann? Ein Schattengärtchen mit Stauden? Illusorisch – die Herrscher in Baumgestalt sind Acer pseudoplatanus, der Bergahorn und Fraxinus excelsior, die gewöhnliche Esche, zwei Forstpioniere mit dem Ausbreitungsdrang einer Okkupations-Armee. Den beweisen sie alljährlich mit einer Samen-Überproduktion. Konsequenz aller Umstände einschließlich des unentwegten Bäume-Ausreißens: Hier überleben nur die Stärksten, die Wuchernden mit Bodendecker-Qualität, die fleißigen Saatgut-Produzenten, die fest verwurzelten Langlebigen, die selbst Giersch & Co in ihre Schranken weisen.

Rombergpark-Chef zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Dr. KnopfDortmund, größte Stadt des Ruhrgebiets, Heimat des größten deutschen Fußballstadions, hat auch grüne Superlative zu bieten: mit dem das Deutsche Rosarium beherbergenden, 70 Hektar umfassenden Westfalenpark einen der größten innerstädtischen Parks und den viertgrößten Botanischen Garten der Welt, den Rombergpark (BGR). Er ist als bedeutendes Arboretum weltweit bei Dendrologen (Gehölzkundlern) bekannt und wurde in den „Gartenansichten“ bereits mehrfach vorgestellt. Dr. Patrick Knopf, (Foto) Herr über 65 Hektar, gab den Staudenfreunden im Bildungsforum einen Überblick über Geschichte, Besonderheiten und Zukunft der Einrichtung.

AronstabblaetterKaum steigen die Temperaturen deutlich über Null, ist der Winterschlaf  im Garten vorbei. Nicht nur die Vögel gebärden sich hyperaktiv, streiten sich um Reviere und Nistmaterial, auch die Marienkäfer kommen aus allen Ritzen und stürzen sich nach draußen. Der sonnige Vormittag am Sonntag, 5. März, lockt ins Freie – Jogger, Hundebesitzer und GärterInnen.

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