Montag 25 September 2017

Ein ganzer Tag zum Pflanzen-Einkauf im Nachbarland

Vom letzten Ausflug kehrten
alle mit vollen Tüten zurück

Mit vollen TuetenEinkaufen – das kann weit mehr sein als Ersatzbefriedigung, vor allem, wenn Dortmunds Staudenfreunde die Gelegenheit bekommen, in ausgesuchten Spezialgärtnereien auf Raritätenjagd zu gehen. Zwei niederländische Top-Betriebe und ein Privatgarten zum Anschauen (mit kleiner Verkaufsecke) standen auf dem Programm des Tagesausflugs im September.

Wenn Städter im ländlichen Gelderland perfekte Paradiese planen

Das Sherrybänkchen bekommt
Sonne zur Stunde des Aperitifs

Klein Knoevenoord07

Der zweite Tagesausflug im Sommer 2013 führte die GdS-Regionalgruppe in die nahen Niederlande, in die Provinz Gelderland. Drei große, ländliche Privatgärten wurden besucht - das eineinhalb Hektar umfassende "Klein Knovenoord", die 7000 Quadratmeter von "Het Rhienderenseveld" und der "Huzarenhof".

Besuch bei Janke wie erwartet großartig,

auch private Gärten ließen keine Wünsche offen

Garten EngelhardtZwei private Gartenparadiese im Ruhrgebiet und dazu der Garten eines anerkannten und derzeit sehr angesagten Gartengestalters waren Ziele des ersten Tagesausflugs im Juni 2013. Ursula Engelhardt und Linda Zimmermann luden zu sich nach Hause ein – Peter Janke, der Gartenbuchautor und Star unter den Schöpfern fotogener Szenen im Grünen zeigte den Dortmundern seine kleine Gärtnerei plus Schaugarten.

Dortmunder sahen großes Event und Gärten der Weltklasse

Eine Hundertjährige bleibt jung: Die Reise
zur Chelsea Flower Show lohnt immer noch

Hundert Jahre alt zu werden ist eine Feier wert: 1913 öffnete die Chelsea Flower-Show erstmals ihre Pforten und lockt seitdem jährlich viele Flugzeug-, Zug- und Schiffsladungen voller Touristen an, die sich dieses Highlight britischer Gartenshow nicht entgehen lassen wollen. Die Dortmunder Staudenfreunde haben – animiert durch ihre neue Leiterin Sabine Zentek, schon im Herbst den Termin im Kalender rot angekreuzt. Damit sich die Anfahrt lohnt, gab es das Wochen-Besichtigungsprogramm dazu: elf Gärten mit großen Häusern, meist historische Anlagen des National Trust und beeindruckend genug, um Filmkulisse zu sein, zwei Stadtbummel in nostalgischem Ambiente, ein Kirchenbesuch mit Blick auf klassisch-moderne Kunst, zwei verführerische Stippvisiten in einer Gärtnerei und bei einem Töpferwarenhandel mit mediterraner Terrakotta forderten gute Kondition und solides Schuhwerk.

Klassische Skulpturenschau am Godinton House

Staudenfreunde auf großer Fahrt mitten in Englands Herz

Ein Königreich für schöne Gärten

Bourton-HouseSo wie im Bild links stellt man sich England vor: Ein Landsitz aus dem 18. Jahrhundert inmitten eines tollen Gartens. Der frühere Leiter der Schulbiologie im Botanischen Garten Rombergpark, Michael Stork fotografierte die Musterkulisse von Bourton-House.

Das Ziel der großen Fahrt 2012 lag auf der Trauminsel aller wahren Garten-Enthusiasten: Bewaffnet mit wasserdichten Mänteln und Regenschirmen ging es mitten ins Herz Englands. So nennt man die Cotswolds auch, jene sanft gewellten Hügel zwischen Themse und Avon, Oxford und Cheltenham. Der Name bedeutet so viel wie "eingefriedete Hügel" und verweist auf die Tradition der Viehhaltung. Sie erstrecken sich über sechs Grafschaften, wo außer berühmten Adressen wie Wisley Garden, dem Sichtungsgarten der Royal Horticultural Society und Hidcote Manor auch manches neue und unbekannte, private Beispiel englischer Gartenkunst zu sehen ist. In punkto Wetter zeigte sich das Königreich wohlgesinnt. Es gab zwar zeitweise Regen, aber meist nur dann, wenn alle im Bus saßen. Beim Gang durch die Gärten blieben die Schirme geschlossen. Gibt es da nicht diesen Spruch von reisenden Engeln oder so ähnlich?

Alljährlich neu zu pflanzen: das schönste Wühlmausfutter der Welt

Ob Männer- oder Frauengarten - Tulpen aus
Holland sind im Frühjahr immer die Stars

Garten Manfred Lucenz und Klaus BenderZur Tulpenblüte an den Niederrhein und in die nahen Niederlande - das heißt bei den Staudenfreunden auf keinen Fall, sich dem Massenaufmarsch im Keuckenhof anzuschließen. Die Gärten, denen die Regionalgruppe Dortmund diesmal ihren Besuch abstattete, sind Beispiele gekonnter Gestaltung, in denen mehr als nur "Tulipa" glänzend zur Geltung kommt. Die erste Adresse, der Garten von Manfred Lucenz und Klaus Bender in Bedburg-Hau (Bild links), gehört zu den bekanntesten Privatgärten Deutschlands. Viele Berichte im Fernsehen, in Fachzeitungen und schließlich das Buch "Ein Garten fürs Leben", illustriert mit Fotos von Jürgen Becker, stellten die gemeinsame Schöpfung des Pfarrers und des Lehrers einem breiten Publikum vor.

Drei Tage im westlichen Nachbarland Flandern boten starke Eindrücke

Architektur mit Heckenschere gegen
Landschafts-Kunst wie im Gemälde

Orange-blau - ein starker Kontrast.Eine Drei-Tage-Tour durch Flandern am ersten Juli-Wochenende stand für die Teilnehmer unter einem wirklich guten Stern - der Sonne nämlich, unerlässliche Zutat zu einer gelungenen Gartenreise. In insgesamt sieben große, ländliche Privatgärten durften die Gäste aus Westfalen eintreten. So unterschiedlich sie alle waren, so beeindruckend zeigten sich alle gleichermaßen, sowohl in der Größe wie auch in der Konsequenz der Gestaltung. Eins wurde deutlich: Formale Strenge, Architektur, die mit der Heckenschere geformt wird, hat offenbar in unserem Nachbarland einen weit höheren Stellenwert als hierzulande. Doch auch der Kontrast dazu, die künstlich angelegte, aber naturnah wirkende Landschaft, die Farbenfülle neben schlichtem Grün waren zu finden.

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