Sonntag 23 Juli 2017

Botanischer Name:
Digitalis lutea
Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Blütezeit:
Juni - August

Vorkommen:
Berghänge mit lockerem steinigen Grund

Standort im Garten:
bevorzugt  Kalkböden, sonnig bis halbschattig

Pflege:
Rückschnitt vor der Samenbildung ist hilfreich für  Wiederkehr in Folgejahren.

Name / Wissenswertes:

Botanischer und deutscher Name weisen auf die Blütenform hin: passt ein Finger rein. Im Englischen werden die Blüten sogar vom Fuchs getragen (Foxglove)!

Im Gegensatz zum allgegenwärtigen Roten Fingerhut (D. purpurea), der humosen sauren Waldboden bevorzugt und dort zumeist massenhaft vorkommt, wächst der gelbe Fingerhut zerstreut an ihm zusagenden Stellen.

Wie die anderen Fingerhüte besitzt er eine ‚Hummelblüte‘, d.h. wegen der langen Blütenröhre gelangen vorzugsweise langrüsselige Hummelarten an den begehrten Nektar. Die vorgezogene Unterlippe der Blüte bildet hierbei einen bequemen Landeplatz.

Wie alle anderen Fingerhüte ist auch der gelbe Fingerhut stark giftig (Herzgift).

Beispiel Ludwigshafen: Phantasie und Knowhow ermöglichen Metamorphose

Harald SauerTraumgärten, die man kostenlos jederzeit in der eigenen Stadt besuchen kann? So etwas gibt es in Ludwigshafen. Vor allem einem Mann, dem Chefgärtner der 165.000-Einwohner-Gemeinde am Rhein, ist das dortige Blühwunder zu verdanken: Harald Sauer, verantwortlich für das Grün in Ebertpark und Hauptfriedhof. Er berichtete jetzt auf Einladung der Dortmunder Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) im Bildungsforum Schule, Natur und Umwelt des Botanischen Gartens Rombergpark zum Thema „Die erstaunliche Verwandlung öffentlicher Parks in Ludwigshafen durch unkonventionelle Stauden-, Gehölz- und Wechselflorpflanzungen.“

An der Ruhr sollen Gärten über der Stadt die Regel werden

LerchenspornDer City droht der Hitze-Kollaps, die Luft ist zum Schneiden dick und die Kanalisation schafft es nach Unwettern kaum noch, die Wassermassen aufzunehmen. Die Politik ist sich einig: es muss etwas geschehen, damit die Stadt lebenswert bleibt. Wichtiges Rezept: Mehr Grün muss her, das die Luft verbessert, Temperatur reguliert und Regenwasser aufnimmt. Zusätzlicher Platz bietet sich auf den Flachdächern von Bürohäusern und Großwohnanlagen, auf Garagen und Supermärkten. In der dicht besiedelten Metropolregion an der Ruhr will man sich jetzt gemeinsam den Folgen der Verstädterung und dem Klimawandel entgegen stellen.

Gärten unter widrigen Umständen zu erhalten, erfordert Humor und Zähigkeit

GünselIst es immer wahr, dass der Garten die Persönlichkeit des Besitzers widerspiegelt? Es ist auch möglich, dass natürliche Verhältnisse das Gestalten diktieren. Wenn das Gelände zumeist im Schatten eines Düsterwaldes liegt, dessen gewaltige Wipfel der Sonne nach Süden und Westen den Weg abschneiden, was dann? Ein Schattengärtchen mit Stauden? Illusorisch – die Herrscher in Baumgestalt sind Acer pseudoplatanus, der Bergahorn und Fraxinus excelsior, die gewöhnliche Esche, zwei Forstpioniere mit dem Ausbreitungsdrang einer Okkupations-Armee. Den beweisen sie alljährlich mit einer Samen-Überproduktion. Konsequenz aller Umstände einschließlich des unentwegten Bäume-Ausreißens: Hier überleben nur die Stärksten, die Wuchernden mit Bodendecker-Qualität, die fleißigen Saatgut-Produzenten, die fest verwurzelten Langlebigen, die selbst Giersch & Co in ihre Schranken weisen.

WDR Dortmund zu Gast bei Hermann Hunfeld

Sendetermin: steht noch nicht fest, wird kurz vorher veröffentlicht

Der Dortmunder Hermann Hunfeld ist Kenner und Förderer der kaum bekannten Wildbienen. Die heute noch 560 Arten dieser Gattung in Deutschland stehen alle unter Naturschutz, zu 50 Prozent aber bereits auf der Roten Liste. (Siehe auch unseren Bericht „Wildbienen – sanfte Gartengäste") Am Dienstag, 18. Juli, war das WDR-Lokalfernsehen zu Gast in Hunfelds Garten, um einen Film zu dem Thema zu drehen.

Der genaue Sendetermin wird auf der Webseite www.wildbien.de veröffentlicht.