Dienstag 11 Dezember 2018

Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals im September  2014 im Dortmunder Botanischen Garten stand unter dem Motto Farbe. Gleichwohl startete er  ziemlich grau, was die Farbe des Himmels anbetraf, aber das änderte sich bald zu Blau. Die Regionalgruppe der Gesellschaft der Staudenfreunde, die mit ihrem großen Beet im englischen Stil schon für viele Farben in der Nähe des alten Verwaltungsgebäudes sorgt, setzte einen zusätzlichen Akzent, passend zum Thema. Plexiglasstelen und Ballons in den Hauptfarben der jeweiligen Abschnitte unterstrichen die vorhandene Gliederung der Anlage..

Der nach Farben geordnete Schaugarten am Verwaltungsgebäude des Botanischen Gartens Rombergpark wurde durch die geometrischen Formen betont, gelegentlich aber auch in Frage gestellt.

Auf 65 Hektar können Dortmunder viele Ideen für den eigenen Garten entdecken

Tremonia GinkgoAuf die Frage „wie mache ich meinen Garten schöner“ finden Dortmunder leicht eine Antwort. Ideen und Know-how sind an mehreren Orten ihrer Stadt öffentlich zugänglich. Der wichtigste unter ihnen ist der Botanische Garten Rombergpark (BGR). Hervorgegangen aus einem englischen Landschaftspark des frühen 19. Jahrhunderts, gehört er mit 65 Hektar Fläche zu den größten waldartigen Gehölzsammlungen Europas und ist unter Dendrologen (Gehölzkundlern) weltweit bekannt. Bei freiem Eintritt ist Erholung kostenlos, erste Inspiration für das eigene grüne Wohnzimmer inbegriffen. Daneben lockt die Einrichtung mit Seminaren, Führungen und anderen Veranstaltungen zu Natur- und Umweltthemen.

Zwei Staudenfreunde reisen seit 24 Jahren durch den „wilden Osten“

Gisela und Horst MaierGisela und Horst Maier (im Bild links) sind Mitglieder der Gesellschaft der Staudenfreunde, leben in Langen bei Frankfurt und mögen Schneeglöckchen, botanisch Galanthus. Diese Vorliebe verführte sie 1992 erstmals zu einer Reise nach Osten, in den Kaukasus. Seitdem treibt es sie alljährlich wieder in die alte Kulturregion mit ihren atemberaubenden Landschaften. 2016 ließen sie die Dortmunder GdS in ihrem Vortrag „Frühling zwischen Schwarzem und Kaspischen Meer“ an ihren Reiseerinnerungen teilhaben.

Ein Gartendenkmal der 30er, 50er und 70er Jahre

Eines der bedeutendsten Gartendenkmäler Deutschlands, die Freundschaftsinsel in Potsdam, stand im Januar 2016 im Mittelpunkt eines Vortrages der Dortmunder Staudenfreunde. Referent war ein Mann, der sich dort besser als andere auskennt: der Landschaftsgärtner und -architekt Thoralf Götsch, gebürtiger Potsdamer und seit 2013 Chefgärtner dieser besonderen Gartenanlage. Mit ihr ist er seit Kindesbeinen, im beruflichen Werdegang durch Zivildienst und Gärtnerlehre sowie durch die Vorbereitung der Bundesgartenschau 2001 engstens verbunden.

Was nicht so bekannt ist: Auch Vereine und Gesellschaften bieten Garten- und botanische Reisen an, zum Beispiel die Deutsche Dendrologische Gesellschaft und die Gesellschaft der Staudenfreunde. Für deren Regionalgruppe Dortmund übernahmen in der Zeit von 2007 bis 2013 Reinhild Barton und Monika Wedepohl Organisation und Planung dieser Unternehmungen.

Gärten sind, wenn sie nicht gerade unter Denkmalschutz stehen, keine ewigen Projekte. Schaut man zurück, so öffnet sich nur ein Zeitfenster. Trotzdem können sogar Bilder längst verlorener Anlagen inspirieren. Reiseberichte mit Beschreibungen der damals angesteuerten Ziele sind unter diesem Link zu lesen: Mit Staudenfreunden unterwegs

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