Montag 19 August 2019

Auftakt zum Dortmunder Denkmaltag war 2016 im Rombergpark

Baum pflanzenDass die Westfalenmetropole weit mehr zu bieten hat als die Erinnerung an Kohle, Stahl und Bier und nicht nur Fußballfans Freizeitvergnügen auf Top-Nivaeu bietet, gerät mehr und mehr in den Fokus: 2016 fiel der Startschuss zum Dortmunder Denkmaltag passend zum sonnigen Wetter draußen, im Botanischen Garten Rombergpark. Die 65 Hektar große Parkanlage, die den Bürgern 365 Tage im Jahr täglich 24 Stunden kostenlos offensteht, geht auf einen 1820 vom Düsseldorfer Hofgärtner Maximilian Friedrich Weyhe geplanten englischen Landschaftspark zurück. Seit 10 Jahren steht er unter Denkmalschutz.

Schloss Bodelschwingh öffnet seine Pforten zur dritten „Gartenflair“

Schauplatz von „Gartenflair“: Schloss BodelschwinghFreitag, 2. September, 10 Uhr – vor dem Eingang zum Schlosshof gibt es bereits Gedränge. Ein sonniger Tag kündigt sich an. Im Schatten der Lindenallee lässt sich die Wartezeit für diejenigen ertragen, die noch keine Eintrittskarte haben. Die dritte Gartenflair-Messe 2016 rund um Haus Bodelschwingh im Dortmunder Nordwesten scheint nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt zu haben. 130 Aussteller haben sich auf den Weg gemacht, zum Teil aus weiter Entfernung. Die Nummernschilder der Besucher-Autos zeigen: auch das Publikum nimmt größere Entfernungen in Kauf, um einen der schönsten Orte der Westfalenmetropole zu erleben.

2001 übergaben Staudenfreunde ihr „englisches Beet“ an die Stadt Dortmund

LupinenEin Garten der Superlative feierte 2016 Geburtstag. Obwohl alles andere als geheim und jederzeit kostenlos anzuschauen, ist er längst nicht allen Dortmundern bekannt: 2001 überreichte die Dortmunder Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) der Stadt und ihren Bürgern im Botanischen Garten Rombergpark ein Geschenk, das „Staudenbeet im englischen Stil“. Im Rahmen ihres Beetfestes erinnerte die Regionalgruppe mit einem bunten Programm an das kleine Jubiläum.

Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals im September  2014 im Dortmunder Botanischen Garten stand unter dem Motto Farbe. Gleichwohl startete er  ziemlich grau, was die Farbe des Himmels anbetraf, aber das änderte sich bald zu Blau. Die Regionalgruppe der Gesellschaft der Staudenfreunde, die mit ihrem großen Beet im englischen Stil schon für viele Farben in der Nähe des alten Verwaltungsgebäudes sorgt, setzte einen zusätzlichen Akzent, passend zum Thema. Plexiglasstelen und Ballons in den Hauptfarben der jeweiligen Abschnitte unterstrichen die vorhandene Gliederung der Anlage..

Der nach Farben geordnete Schaugarten am Verwaltungsgebäude des Botanischen Gartens Rombergpark wurde durch die geometrischen Formen betont, gelegentlich aber auch in Frage gestellt.

Auf 65 Hektar können Dortmunder viele Ideen für den eigenen Garten entdecken

Tremonia GinkgoAuf die Frage „wie mache ich meinen Garten schöner“ finden Dortmunder leicht eine Antwort. Ideen und Know-how sind an mehreren Orten ihrer Stadt öffentlich zugänglich. Der wichtigste unter ihnen ist der Botanische Garten Rombergpark (BGR). Hervorgegangen aus einem englischen Landschaftspark des frühen 19. Jahrhunderts, gehört er mit 65 Hektar Fläche zu den größten waldartigen Gehölzsammlungen Europas und ist unter Dendrologen (Gehölzkundlern) weltweit bekannt. Bei freiem Eintritt ist Erholung kostenlos, erste Inspiration für das eigene grüne Wohnzimmer inbegriffen. Daneben lockt die Einrichtung mit Seminaren, Führungen und anderen Veranstaltungen zu Natur- und Umweltthemen.

Zwei Staudenfreunde reisen seit 24 Jahren durch den „wilden Osten“

Gisela und Horst MaierGisela und Horst Maier (im Bild links) sind Mitglieder der Gesellschaft der Staudenfreunde, leben in Langen bei Frankfurt und mögen Schneeglöckchen, botanisch Galanthus. Diese Vorliebe verführte sie 1992 erstmals zu einer Reise nach Osten, in den Kaukasus. Seitdem treibt es sie alljährlich wieder in die alte Kulturregion mit ihren atemberaubenden Landschaften. 2016 ließen sie die Dortmunder GdS in ihrem Vortrag „Frühling zwischen Schwarzem und Kaspischen Meer“ an ihren Reiseerinnerungen teilhaben.

Ein Gartendenkmal der 30er, 50er und 70er Jahre

Eines der bedeutendsten Gartendenkmäler Deutschlands, die Freundschaftsinsel in Potsdam, stand im Januar 2016 im Mittelpunkt eines Vortrages der Dortmunder Staudenfreunde. Referent war ein Mann, der sich dort besser als andere auskennt: der Landschaftsgärtner und -architekt Thoralf Götsch, gebürtiger Potsdamer und seit 2013 Chefgärtner dieser besonderen Gartenanlage. Mit ihr ist er seit Kindesbeinen, im beruflichen Werdegang durch Zivildienst und Gärtnerlehre sowie durch die Vorbereitung der Bundesgartenschau 2001 engstens verbunden.

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